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Geschichten
aus 50 Jahren erlebtem Musikerwahnsinns - erzählt von Olaf
Kübler, dem Mann am Saxofon. Das alles ist eingebettet in den groovy
Funk von Wolfgang Schmid - witzig, spritzig, abgedreht und nach dem
Motto: "Haben Sie heute schon gelacht?"...
Rezensionen
Der Schwadroneur ... "So war´s - voll daneben", ein wirkliches Kuriosum
im aktuellen Veröffentlichungsdschungel, das jeder mal gehört haben
sollte, der über die schrägen Jahre der deutschen Republik mitreden
will."
Ralph Dombrowski / Jazzzeit / Januar 2006
"Olaf hat viel zu
bieten, auf seinem Quasi-Hörbuch. Er erzählt Popgeschichte, wie es sich
gehört: Politisch unkorrekt mit jazziger Musik und Meilensteinen wie
z.B. "Papa was a Rolling Stone"...
Ein großartiges Stück Pop-Kabarett und eine vergnügliche Reise durch
50 Jahre Popgeschichte."
ARD Text/Teletext im Ersten/ap-uk 26.01.06
Presse
Back to the Lahn, back to the Roots "Ich bin 1937 in Berlin-Spandau,
direkt neben dem berüchtigten Gefängnis, geboren. Mein Vater
war von Beruf Nazi, zuletzt SA-Brigade-Führer der Feldherrnhalle
in Berlin. Als der Krieg 1945 endlich verloren war, hat sich mein Alter,
mit seinem Adjutanten, konsequenterweise erschossen. Meine Mutter stand
dann nach dem Krieg einsam mit den drei Kindern da. Die Kriegs- sowie
Nachkriegsjahre bestanden aus ständigen Umzügen, von einem
Ort zum anderen, bis wir endlich in Gießen an der Lahn seßhaft
wurden. Mein Bruder war ein schlaues Bübchen und ist heute Universitätsprofessor.
Meine Schwester heiratete einen Landarzt und hängt am Dörentropf."
Mit diesen Zeilen beginnt Olaf Küblers "grausam-ehrliche" Lebensbeichte
"Klartext / voll daneben", an die jeder verwiesen sei, der nicht nur
mehr über Kübler wissen, sondern auch das Musikbusiness und
die Münchner Szene von einem Insider beleuchtet haben will. Schnoddrig
und selbstironisch serviert er Anekdoten von Größen wie Elvis
Presley und Ike Turner bis Peter Maffay, mit denen er im Laufe der Jahre
zu tun hatte und enthüllt dabei so Einiges... Als er 1996 diesen
Szene-Krimi vorlegte, hatte Olaf Kübler, seit Jahrzehnten einer
der beliebtesten Saxophonisten Deutschlands, gerade sein (kaum zu glauben,
aber wahr!) erstes Jazz-Album veröffentlicht. An "Round The Outside"
wirkten Musiker mit, mit denen er 1994 beim Münchner Jazzfest der
JIM aufgetreten war: Organist Dr.Lonnie Smith, Drummer Kenny Martin
und Gitarrist Bill Bickford. Letzterer heißt nur auf der CD Blickford
(was man ja mit Look away übersetzen könnte). Wenn es auch
nur ein Druckfehler ist, es könnte auch einer von Küblers
unzähligen Sprachspielereien sein, für die der Titel "I Hate
Shopping, But I Like Chopin" auf jenem Album ein weiteres Beispiel bietet.
Mit beiden Veröffentlichungen erinnerte er daran, dass er trotz
all seiner Tätigkeiten in jazzfernen Gefilden im Grunde seines
Herzens jener Jazzer geblieben ist, von dem jene älteren Semester
schwärmen, die sich noch an das legendäre Münchner Jazz-Lokal
"Domicile" erinnern. Kübler brachte sich wieder als Inbegriff eines
bluesigen, erdigen Tenoristen in Erinnerung, dem man heute noch anhört,
dass er in amerikanischen Soldatenclubs mit "Jump-Music" angefangen
hat. Die erste richtige Band Küblers, der als Autodidakt auf dem
Alt anfing, war 1958 das Mac Reimann Sextett. Nach einem preisgekrönten
Auftritt beim Amateurfestival in Düsseldorf landete er 1959 in
Köln, musizierte bei "The Jazz Cookers" (mit Manfred Schoof, Alexander
von Schlippenbach, Buschi Niebergall und Jaki Liebezeit) und ging am
Rheinischen Konservatorium bei Kurt Edelhagen in die Jazz-Schule, wo
Derek Humble sein Saxophonlehrer wurde. Mit Gunter Hampel tourte er
durch Deutschland: "Das war wie im Bergwerk, Stollen sieben! Eine Stunde
spielen, Viertelstunde Pause, und das achtmal am Abend. Für monatlich
neunhundert Mark...Normalerweise hatten die Pianisten nach acht Stunden
keine andere Möglichkeit, als ihre blutunterlaufenen Fingernägel
in der Küche abzukühlen, nachdem sie den ganzen Abend in die
meist kaputten Klaviere reingehämmert hatten. Noch heute erinnere
ich mich an so manch einen begabten Musiker, wie er in der Küche
weinte, weil er physisch nicht in der Lage war, diesen Mörderjob
durchzuhalten." Als er 1966 nach München zog, wohnte er im "Domicile",
wo er mit amerikanischen Spitzenmusikern spielte, die damals oft, wie
Benny Bailey und Don Menza, bei Max Greger arbeiteten. Die Begegnung
mit Don Menza, mit dem er heute noch befreundet ist, hat Olaf Kübler
geprägt: "Don Menza "Immenza" war überhaupt der erste Saxophonist,
der über alles, was das Instrument angeht, mehr wusste, als irgend
ein anderer Musiker oder alle Saxophon-Reparateure, die ich bis dahin
getroffen hatte. Er kannte sich mit Mundstücken aus, mit den Blättern,
mit den Klappen und der ganzen Technik dieses doch so komplizierten
Instrumentes. Man hätte annehmen können, dass Don das Saxophon
erfunden hatte. In meinem ganzen Musikerberufsleben hat er mir bis heute
alle Mundstücke selber gebaut und sie meiner Mund- und Zahnstellung
und meinen Lippen individuell angepasst." Einige Jahre spielte Kübler
bei Joe Haider und 1967 wirkte er beim Jazz Festival Montreux mit dem
Jazzensemble des Bayerischen Rundfunks unter Pepsi Auer mit. Ab 1969
war Kübler erst einmal für lange Zeit für den "Puri-Jazz"
Jazz verloren. Der Jazztenorist stieg recht erfolgreich ins Rock-und
Pop-Geschehen ein, in die "Haifischbranche" und produzierte in fünf
Jahren zehn LPs der Underground-Band Amon Düül II. Seither
leistete Kübler "jede Menge Studioarbeit für Film- und Fernsehmusiken".
Olaf zu Beginn an der Seite zu haben, dürfte so mancher Unternehmung
Glück gebracht haben: Er war dabei, als Klaus Doldinger seine erste
Passport-LP aufnahm oder er spielte bei Sting das Sax-Solo auf der b-Seite
der Single "Spirits in the material world" / "Low Life" der damals noch
unbekannten Band Police. Außerhalb des Jazz kann Kübler auf
zahlreiche Karriere-Highlights verweisen, insbesondere auf seine langjährige,
1973 begonnene Zusammenarbeit mit Udo Lindenbergs Panikorchester (unter
anderem die LPs "Odyssee" und "Götterhämmerung" und das bekannte
Konzert 1985 in Moskau.) Olaf Kübler ist der eigentliche Erfinder
all der flotten Sprüche seines "Ziehsohns oder Zitzenkinds" Udo
Lindenbergs wie etwa "Alles klar auf der Andrea Doria?". Wichtige musikalische
Weggefährten waren auch der Münchner "Multi-Media-Macher"
Eberhard Schöner (1978 bis 1980 "Laser in Concert"), der bayerische
Blues-Barde Willy Michl (1979)und Marius Müller-Westernhagen, an
dessen Gold- und Platineinspielungen er 1980 bis 1982 beteiligt war.
1985 bis 1990 entwickelt sich eine enge künstlerische Beziehung
zu dem Pianisten, Songschreiber und Sänger Paul Millns mit dem
es zur CD-Einspielung "Finally Falls The Rain" kam. Durch die Arbeit
mit Millns gelangte Kübler schließlich zu seinen Wurzeln
zurück, zu Jazz und Blues. Von der ersten Frucht dieser Wende,
"Round the Outside", war bereits die Rede. Das zweite Jazzalbum des
nun 64-jährigen halten Sie nun in Ihren Händen. Dazwischen
liegen 5 Jahre, in denen sich nicht viel in seiner Laufbahn getan hat,
die aber nichtsdestotrotz eine Zäsur in seinem Lebenslauf darstellen:
Ein Umzug vom bayerischen Lausham nach Limburg "back To The Lahn" sowie
Pflege und Tod seiner Mutter. Dies wirkte sich mittelbar in seinem Spiel
aus, das heute reifer und inniger klingt. In diesen Jahren hatte Kübler
zwar nicht aufgehört zu spielen, vier Jahre lang geschah dies aber
meistens daheim. Da verfeinerte er seine im Grunde schon lange ausgeprägte
Spielweise, insbesondere seinen Sound, der nun noch wärmer klingt
und in dem all die Lebenserfahrung schwingt. Die Arbeit am Sound konnte
er erst in Limburg so intensiv betreiben, "da ich hier ein großes
Haus habe und üben kann, wann ich will. Du brauchst einen eigenen
Sound, sonst siehst Du heute neben all diesen Kopierern alt aus! Das
geschah aber nicht bewusst, sondern hat sich so ergeben." Als Kübler
im Jahre 2000 wieder in seiner Jugendstätte Gießen an der
Lahn (im Buch Shanghai an der Lahn) auftrat, passierte etwas "Phänomenales:
Es war wie ein Mausoleum. All die Leute von vor 40 Jahren kamen. Alte
Frauen, die ich nicht wiedererkannt habe, zogen aus ihrem Poesiealbum
Bilder heraus, auf denen man mich spielen sah." Wichtig für die
menschliche und künstlerische Akklimatisierung im inzwischen neuen
alten Umfeld war der Jazzclub "Cavete" in Marburg, schon zu Küblers
Jugendtagen als Studentenstadt ein kleines Jazzzentrum. Wie vor über
40 Jahren bei Mac Reimann, fing er jetzt wieder an "durchzustarten".
Obwohl die "Cavete" 100 km von seinem Haus entfernt ist, wirkte Kübler
"um sich wieder an die Bühne zu gewöhnen" fast jeden Montag
auf den Open-Stage-Sessions mit, wo er mit den örtlichen Musikern
spielte und einige Male auch seinen Freund Don Menza mitbrachte. Eine
wichtige Starthilfe war freilich auch die Wiederbegegnung mit dem "bravourösen
Klavierspieler" Christoph Spendel, der seit vier Jahren Professor an
der Frankfurter Musikhochschule ist. "Ich kenne ihn aus ganz frühen
Zeiten, als er noch bei Joe Nay spielte. Und ich wohnte neben Joe Nay.
Das ist vielleicht 25 Jahre her. Da war Christoph ein ganz wahnwitziges
Klaviertalent à la Oscar Peterson." Als Kübler bei einem
Ingolstädter Festival vier Tage lang mit Spendel und Kurt Billker
als "The Late Night Band" auftrat, entdeckte Kübler sofort, dass
die Chemie stimmte: "Wir sind gleich gemeinsam sehr gut abgehoben."
Und schon war die Idee zu einem gemeinsamen Album und der Frühjahrstournee
2002 geboren. "Ich habe ein ganzes Leben gebraucht um einen Klavierspieler
zu finden, dem ich nichts über die Harmonien oder sonst was erzählen
muß!", freut sich Kübler über Spendel, den viele Hörer
in einem ganz anderen stilistischen Lager wähnen dürften,
der sich aber hier als Straight Ahead Jazz Groover entpuppt. In der
Musikhochschule waren Spendel und Kübler die Noten durchgegangen,
bevor André Nendza und Kurt Billker, beide Mitglieder des Spendel-Trios,
dazu kamen. Es gab drei oder vier Proben, bei denen die hervorragend
aufeinander eingespielten Rhythmiker Kübler ans Herz wuchsen. "Wir
haben uns im Studio mit großem Respekt abgelacht. Die drei können
so richtig gut Jazz spielen, improvisieren mit nicht zuviel festgelegten
Dingen, so spielen wie man fühlt." Im Studio entstand dann das
Album an zwei Tagen auf ganz "altmodische" Weise: Man spielte an zwei
Tagen sozusagen "live im studio" lauter "first takes" ein. "When I'm
64" ähnelt daher auch in nichts jenen sterilen Kunstprodukten (Kunst
im Sinne von künstlich!), die derzeit den Markt überschwemmen.
Kleine Unebenheiten, die der Qualität gar keinen Abbruch tun, ließ
man einfach stehen. "Auf einem Stück kiekse ich. Na wenn schon,
wenn alles andere unheimlich gut abgeht wie Suppe! Ich glaube, das merken
die Leute. Alle um mich herum sagen, die Platte atmet einfach." Das
Album atmet deshalb, weil hier vier Musiker ohne kommerziellen oder
sonstigen modischen Überlegungen zu folgen, ohne von einem ambitiösen
Produzenten zu Kopfständen gedungen zu sein, ohne Versuch irgend
jemanden irgend etwas zu beweisen, einfach unprätentiös drauflos
swingen. Es atmet auch deshalb, weil man durch Küblers Sound seinen
Atem wahrnimmt. Dieser Sound kommt noch von innen, tief aus der Soul,
nicht, wie bei so manchen Jüngelchen aus einer gutgeölten
Maschine, bei der man einfach nur den Brecker-Knopf betätigen muss.
(Nichts gegen Brecker selbst, nebenbei bemerkt, der seine unheimlichen
Doubles wahrscheinlich auch nicht aushält.) In seiner Aufrichtigkeit
klingt das Album fast wie ein Stück aus der guten alten Zeit, als
die Tenoristen - so wie es ihnen Coleman Hawkins vorlebte - noch so
leidenschaftlich zupackten als stehe ihr Leben selbst auf dem Spiel.
Kübler spielt, wie er es selbst nennt, "directly from the heart".
Mit Lautstärke oder Geschwindigkeit hat das primär nichts
zu tun, sondern mit Intensität. Allerdings ist Kübler mit
einem durchaus mächtigem Sound gesegnet: "Ich spiele kein Flüsterhorn!
Ich habe vielleicht manchmal einen brachialen Sound, wie man ihn früher
auf Aufnahmen von Sonny Rollins und Gene Ammons hörte. Bei mir
kannst Du gleich das Mikro einen halben Meter vom Saxophon wegstellen."
Kübler wollte nur sein "Gefühl herüberbringen". Dazu
braucht er "kein schwieriges Material, das man nur unter 3000 Volt noch
trifft." Sieben Originals befinden sich darunter. "Hotel Ravel" basiert
auf einem Thema von Ravel, das Kübler einmal in einem Hotel hörte.
Acht Wochen später schrieb es Kübler auf und harmonisierte
es. Es klang dann aber wie etwas "in der Richtung von Miles Davis' Sketches
of Spain". Christoph Spendel, der auch kubanische Musik lehrt, kommt
das Verdienst zu, diesen Ohrwurm kubanisiert zu haben. "Daughter's Waltz"
entpuppt sich bei näherem Hinhören als große Improvisation
über Harold Arlens "Somewhere Over The Rainbow", allerdings im
3/4-Takt - schließlich hat Kübler auch drei Töchter.
Für die dreijährige unter den Töchtern schrieb Kübler
den "Knubbel Blues". Der "Blues For Nothing" erhielt seinen Titel als
Kübler ihn vor den Vertretern der Plattenfirma spielte und die
Bemerkung losließ: "Ich hoffe, dass das hier nicht for nothing
war!" Aber eigentlich geht es in diesem Stück um etwas anderes,
um die verstorbene Mutter. "One For Eddie" widmete Olaf Kübler
seinem 1996 verstorbenem Kollegen Eddie Harris, den er im Münchner
Jenny's Place, einem legendären von der Sängerin Jenny Evans
geleiteten Jazzclub, als "unglaublich witzigen Vogel" kennen lernte.
Küblers Song ist auch stilistisch eine Verbeugung vor dem Komponisten
des "Freedom Jazz Dance". "In letzter Konsequenz ist Bebop das Modernste
an mir; ich bin ja aus dieser Generation. Auch mit Hampel oder Schoof
haben wir früher all die Bebop-Apparate durchgespielt", erklärt
Kübler. Der "Bebop Salat" basiert wie so viele Stücke auf
den changes von "I Got Rhythm", die charakteristischen fragmentierten
Bebop-Linien unterlegt wurden. Bei "Memories" (schon auf "Round The
Outside" das erfolgreichste Stück) geht es um Erinnerungen an alte
Zeiten, "inklusive kaputt gegangener Liebschaften. Meine Ex-Frauen sind
alle gerührt von Memories. Ganz bewusst verzichte bei diesem Stück
auf ein richtiges Ende." Gewidmet ist es allen verstorbenen Freunden,
darunter Jazz-Größen wie etwa Hans Rettenbacher, Peter Trunk
und Joe Nay. Christoph Spendels Stück "Groove Passion" wurde von
Kübler so abgeändert, dass es für Saxophon gut passt.
Der Titel könnte Küblers Motto sein. "Amazing Grace" ist eine
Reaktion auf die Ereignisse des 11.September 2001, die zum Zeitpunkt
der Aufnahme kaum einen Monat zurücklagen. "Robbin's Nest", einst
ein Hit für den wilden Texas-Tenoristen Illinois Jacquet, spielt
Kübler, weil es ihm im Repertoire seines Freundes Don Menza auffiel.
Die größere Tiefe und Reife des Spiels des 64-jährigen
Olaf Kübler ist auf dem vorliegenden Album hörbar. Als Bluessaxophonist
erster Wahl ist Kübler von jeher bekannt; wie bewegend er aber
auch Balladen spielen kann, wir wüssten es kaum, hätte Kübler
es uns nicht in diesem Album vorgeführt. Das Wunder des Jazz, dass
so schon fast zu Tode gespielte Standards wie "You don't know what love
is", "Lover Man" oder "My foolish heart" immer noch ans Herz gehen können,
wenn sie unter die richtigen Finger geraten, erweist sich hier aufs
Neue. "Ich habe mir auch vorher die Texte angeguckt bevor ich sie aufgenommen
habe. Entweder Du fühlst das Ding, oder es ist Blubber!" meint
Kübler auf seine innigen Balladen-Interpretationen angesprochen.
"Ich bin 64 Jahre alt, habe viel erlebt und in den letzten Jahren über
vieles nachgedacht. Ich habe meine ganze Lebenserfahrung und mein Herz
mit hinein gelegt, um sie so zu interpretieren, dass ich eine Gänsehaut
bekomme, und die Leute auch." Er musste auch 64 Jahre alt werden, um
eine Erfahrung zu machen, die bei Musikproduktionen gar nicht so selbstverständlich
ist: "Dies ist die erste Platte in meinem Leben, die so ist, wie ich
sie mir vorgestellt habe", meint Kübler beglückt. Dazu kann
man dem Meister nur gratulieren!
Marcus
A. Woelfle
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